Ich bin Jens, und seit ich denken kann, sind Disney-Parks ein Stück Zuhause für mich.
Meine Tante lebt in Florida. Für uns war Walt Disney World deshalb immer ein wunderbares zusätzliches Reiseziel und ich kann mich an kein Jahr erinnern, in dem ich nicht dort war. Viele Bilder habe ich nicht mehr im Kopf, Handys gab es ja noch nicht. Geblieben ist ein Gefühl, das ich nur als Heimat beschreiben kann.
Am stärksten ist es in Epcot. Dort liegen meine ersten klaren Kindheitserinnerungen: Horizons, World of Motion und Universe of Energy. In diesen riesigen Wagen sitzen, einen Film sehen und dann plötzlich in Bewegung kommen und mitten durch die Dinosaurierwelt fahren, das ist für mich bis heute eine Wahnsinnserinnerung. Auch mein erstes Mal in Spaceship Earth ist eine echte Core Memory. Dass diese Attraktion noch läuft und immer noch so viele Menschen allen Alters glücklich macht, begeistert mich jedes Mal.
Aus diesem Gefühl wurde die Liebe zu den Parks selbst. Inzwischen war ich in allen, nur Hongkong fehlt noch. Das hole ich nach.
Mitte der Neunziger habe ich im Radio eine der ersten Rap-Sendungen im Rhein-Main-Gebiet moderiert, über viele Jahre. Das Mikrofon hat mich nie ganz losgelassen. Und weil man nicht ständig im Park sein kann, habe ich Disney-Podcasts gehört, vor allem Inside the Magic. Sie haben mich für ein paar Minuten zurückgebracht, eine kleine Auszeit für Kopf und Herz. Irgendwann fiel mir auf, dass es so etwas auf Deutsch gar nicht gibt. Also habe ich es selbst gemacht.
Die allerersten Folgen sind noch keine Highlights (also bitte nicht anhören, haha). Ich wusste noch nicht, was ich will, habe einfach News erzählt und den Namen Mausgebabbel gab es noch gar nicht. Mit der Zeit habe ich das Format immer wieder angepasst. Heute gibt es mal News, mal Spezialfolgen zu besonderen Themen, nicht ständig, aber immer mit ganz viel Liebe und Herz. Einfach immer nur, wenn ich hoffentlich etwas Spannendes zu sagen habe und es fühle.
Mich überrascht bis heute, wie viele von euch es gibt, die genauso verrückt nach den Parks sind wie ich. Ich war anfangs nie in Disneyland Paris, weil ich lieber in die USA geflogen bin und Paris für die abgespeckte Variante hielt. Dann stand ich dort und merkte, dass es ein wunderschöner Park ist, mit Attraktionen, die zum Teil sogar besser sind als die Originale. Heute liebe ich ihn genauso. Jeder Park hat einen besonderen Platz in meinem Herzen, und zwar für ganz unterschiedliche Dinge.
Die Nachrichten, die ich bekomme, haben mich oft tief berührt. Menschen, die lange krank waren und sich mit meinem Podcast ein Stück in die Parks träumen konnten. Hörer, die ich in der Corona-Zeit wenigstens in Gedanken aus dem Lockdown in die Parks entführt habe. Und Menschen, die durch meine Sendung auf Epcot aufmerksam wurden und später im deutschen Pavillon gearbeitet haben, und somit wegen mir an meinem Lieblingsort arbeiten. Ein größeres Kompliment kann ich mir kaum vorstellen.
Was Mausgebabbel ausmacht: Alles ist echt. Die Leidenschaft und die Liebe zu den Parks sind nicht gespielt, und ich melde mich nur, wenn ich wirklich etwas zu sagen habe. Aus der Idee sind mehr als 180 Folgen geworden, der am längsten bestehende Disney-Parks-Podcast auf Deutsch, und tausende von euch hören jede Folge. Ich bin unendlich dankbar, dass ihr mich auf dieser Reise begleitet.
Neben dem Podcast und gelegentlichen Vlogs aus den Parks und Hotels bin ich bei Eintracht Frankfurt als Blindenreporter im Einsatz. Dort leihe ich Menschen, die wenig oder gar nicht sehen können, meine Stimme für das Spiel. Es ist dasselbe, was ich bei Disney tue: Gefühle in Worte fassen für Dinge, die ich liebe.
Schön, dass du da bist. Hör rein, stöber durch die Artikel und nimm dir einen Moment im Park.